Um die Effektivität der CAR-T-Zell-Therapie bei soliden Tumoren zu verbessern, müssen Aspekte wie die Tumor-Spezifität des Antigens und das Tumor-Microenvironment berücksichtigt werden. Bei der BNT211-Studie handelt es sich um eine innovative Phase-I-Studie, in der Claudin-6-gerichtete CAR-T-Zellen mit einer RNA-Vakzine – zur in vivo-Stimulation der CAR-T-Zellen – kombiniert werden. Präklinische Daten zeigen, dass dieses Konzept zu einem längeren Überleben der CAR-T-Zellen führt und insbesondere bei Patienten mit Hodenkarzinom sowie bei Patientinnen mit Ovarialkarzinom Wirksamkeit zeigt. Eine weitere Studie untersucht eine GD2-gerichtete CAR-T-Zell-Therapie, die zusätzlich Interleukin-7 exprimiert, um lokal eine verbesserte T-Zell-Antwort zu erhalten. Dieser Ansatz wird bei pädiatrischen soliden Tumoren (Sarkomen) sowie beim Mammakarzinom geprüft.
Aktuelles
DGHO-Jahrestagung 2022
CAR-T-Zell-Therapie bei soliden Tumoren: Wie stehen die Chancen?
Videostatement:
Prof. Dr. Andreas Mackensen
Direktor der Medizinischen Klinik 5, Hämatologie & Internistische Onkologie, Universitätsklinikum Erlangen, Deutschland