At a Glance
1) BAFF-R-CAR-T nach CD19-Versagen: PMB-CT01 erreichte bei sieben von neun Patient:innen eine komplette Remission, darunter vier von sechs nach CD19-CAR-T-Versagen. Die längste anhaltende CR betrug 35 Monate und macht BAFF-R zu einem besonders interessanten Ausweichantigen nach CD19-Verlust.
2) Allogene BCMA/NKG2A-CAR-T-Zellen beim multiplen Myelom: CT0590 kombiniert BCMA-Targeting mit einem NKG2A-CAR und drei Knock-outs, um Abstoßung und GvHD zu begrenzen. Drei der fünf Behandelten sprachen an; zwei sCR hielten 20 beziehungsweise mehr als 23 Monate an.
3) Real World: CAR-T versus bispezifische T-cell Engager beim RRMM: In einer US-Kohorte mit 419 Patient:innen waren ORR, Remissionsdauer, PFS und OS unter CAR-T numerisch höher als unter bispezifischen T-cell Engagern. Die Daten liefern ein praxisnahes Signal für die Therapiesequenzierung beim RRMM.
4) In-vivo-CD19-CAR-T bei neurologischen Autoimmunerkrankungen: Bei 16 Patient:innen wurden CD19-CAR-T-Zellen direkt im Körper erzeugt. Vollständige B-Zell-Depletion und erste klinische Verbesserungen liefern ein wichtiges klinisches Signal für CAR-T ohne klassische Ex-vivo-Herstellung.
5) Arlocabtagene autoleucel nach BCMA-Therapie beim multiplen Myelom: Die registrierungsrelevante Phase-II-Studie QUINTESSENTIAL erreichte laut Sponsor ihren primären ORR-Endpunkt sowie zentrale CR-Endpunkte. Konkrete Ansprechraten, Follow-up und detaillierte Toxizitäten wurden noch nicht veröffentlicht.
6) IL-15/IL-21-armierte GPC3-CAR-T beim Hepatoblastom: Ein dreijähriges Kind mit chemotherapieresistentem metastasiertem Hepatoblastom erreichte nach zwei Infusionen eine mindestens zwölf Monate anhaltende Komplettremission. Das liefert einen bemerkenswerten klinischen Proof-of-concept für IL-15/IL-21-armierte CAR-T bei soliden Tumoren.
7) MPZL1 als neues CAR-T-Target für solide Tumoren: Eine genomikbasierte Target-Suche identifizierte MPZL1 als häufig amplifiziertes Oberflächenprotein. MPZL1-CAR-T-Zellen waren in Modellen verschiedener solider Tumoren aktiv und zeigen einen neuen, treiberunabhängigen Weg zur Target-Entdeckung.
8) HER2-CAR plus ICAM1-Kostimulation gegen HER2-low-Tumoren: Ein ICAM1-spezifischer kostimulatorischer Rezeptor verstärkte Expansion und Zytotoxizität von HER2-CAR-T-Zellen gerade bei niedriger HER2-Dichte. Das Konzept erweitert CAR-T-Aktivität auf HER2-low-Tumoren und nutzt zusätzlich endogene TCR-Signale.
9) Allogene CD133-CAR-T als Alternative beim Glioblastom: Aus Glioblastompatient:innen hergestellte CD133-CAR-T-Zellen zeigten bereits vor Therapie Erschöpfungsmerkmale und geringere Aktivität. TRAC-editierte Spender-CAR-T stellten die präklinische Tumorkontrolle wieder her und positionieren Produktfitness als eigenes therapeutisches Ziel.
10) IASO206: BCMA-CAR-T direkt im Patienten erzeugt: Bei zehn RRMM-Patient:innen wurden nach einmaliger intravenöser Vektorgabe ohne Leukapherese, Ex-vivo-Herstellung oder Lymphodepletion BCMA-CAR-T-Zellen in vivo erzeugt. ORR und MRD-Negativität lagen bei jeweils 90 %.
11) CARTITUDE-2: Fünfjährige therapiefreie Remissionen mit Cilta-cel: Nach median 60,7 Monaten waren zehn von 20 Patient:innen nach einmaliger Cilta-cel-Infusion ohne Erhaltungstherapie weiterhin lebend und progressionsfrei. Die Daten zeigen das Potenzial für mehrjährige therapiefreie Krankheitskontrolle beim früheren CAR-T-Einsatz.
12) Equecabtagene autoleucel: große chinesische Real-World-Kohorte: In einer multizentrischen Kohorte mit 281 Patient:innen zeigte Eque-cel auch bei hoher Risikolast eine ORR von 95,9 % und eine CR/sCR-Rate von 77,2 %. Der CAR-HEMATOTOX-Score identifizierte Patient:innen mit ungünstigerem PFS und erhöhtem CRS-/ICANS-Risiko.
13) BMS-986453: simultanes BCMA x GPRC5D-Targeting: Das duale CAR-T-Konstrukt erreichte in Phase I eine ORR von 83 %, war aber mit ausgeprägter Hämatotoxizität, GPRC5D-typischen Nebenwirkungen und einem CRS-bedingten Todesfall bei der höchsten Dosis verbunden. Die optimale Dosis bleibt offen.
14) Cilta-cel: Cyclophosphamid verhindert verzögerte Neurotoxizität nicht: Bei hoher postinfusioneller Lymphozytenexpansion reduzierte prophylaktisches Cyclophosphamid verzögerte Neurotoxizität oder Parkinsonismus nicht erkennbar. Das negative Ergebnis lenkt die Präventionsentwicklung auf frühere und multimodale Interventionen.
Top-Studien und Datenupdates
1. BAFF-R-CAR-T nach CD19-Versagen
Quelle: The Lancet
Indikation/Ansatz: Rezidivierte/refraktäre B-Zell-Lymphome; autologe CAR-T-Zellen gegen BAFF-R, auch nach CD19-CAR-T-Progression oder bei CD19-Verlust.
Evidenz: First-in-human Phase I, n=9; kurze Lancet-Korrespondenz, ergänzt durch publizierte Studienangaben.
Ergebnisse: Sieben von neun behandelten Patient:innen erreichten eine komplette Remission; vier der sechs zuvor mit CD19-CAR-T behandelten Patient:innen sprachen komplett an. Sämtliche CR waren beim Datenschnitt anhaltend, maximal 35 Monate. CRS und die beiden ICANS-Ereignisse waren Grad 1.
Einordnung: BAFF-R eröffnet eine konkrete CAR-after-CAR-Strategie nach CD19-Verlust oder CD19-CAR-T-Progression. Besonders relevant sind die anhaltenden kompletten Remissionen auch bei mehrfach vorbehandelten Patient:innen.
2. Allogene BCMA/NKG2A-CAR-T-Zellen beim multiplen Myelom
Quelle: Blood
Indikation/Ansatz: RRMM beziehungsweise primäre Plasmazellleukämie; allogene BCMA/NKG2A-dual-targeting CAR-T-Zellen mit TRAC-, B2M- und NKG2A-Knock-out.
Evidenz: Präklinische Entwicklung plus First-in-human Phase I, n=5.
Ergebnisse: Drei bestätigte Remissionen, darunter zwei sCR. Eine sCR hielt länger als 23 Monate, die zweite 20 Monate an. Es traten keine dosislimitierende Toxizität, therapiebedingten Todesfälle oder GvHD auf.
Einordnung: Das Konstrukt adressiert die NK-vermittelte Host-versus-Graft-Reaktion als zentrale Schwäche allogener CAR-T-Zellen. Besonders spannend ist NKG2A auf Empfänger-NK-Zellen als möglicher Biomarker für Expansion und Langzeitansprechen.
3. Real World: CAR-T versus bispezifische T-cell Engager beim RRMM
Quelle: European Journal of Haematology
Indikation/Ansatz: RRMM nach mindestens zwei Vortherapien; Standard-of-Care-CAR-T versus bispezifische T-cell Engager.
Evidenz: Retrospektive Flatiron-Real-World-Kohorte 2021-2024, n=419; CAR-T n=220, TCE n=199.
Ergebnisse: CAR-T versus TCE: ORR 83,3 % versus 66,3 %, medianes PFS 13,6 versus 10,5 Monate und medianes OS 29,8 versus 21,9 Monate. Hämatologische Toxizität, Infektionen und CRS wurden unter CAR-T häufiger dokumentiert.
Einordnung: Die Daten positionieren CAR-T als hochaktive, zeitlich begrenzte Strategie im Vergleich zur kontinuierlichen TCE-Therapie. Für die Interpretation der Größenordnung ist relevant, dass die CAR-T-Gruppe jünger, fitter und häufiger autolog transplantiert war.
4. In-vivo-CD19-CAR-T bei neurologischen Autoimmunerkrankungen
Quelle: New England Journal of Medicine
Indikation/Ansatz: Refraktäre neurologische Autoimmunerkrankungen; lentivirale In-vivo-Erzeugung von CD19-CAR-T-Zellen.
Evidenz: Klinische Korrespondenz, unkontrollierte Fallserie, n=16.
Ergebnisse: Berichtet wurden handhabbare Nebenwirkungen, vollständige B-Zell-Depletion und vorläufige klinische Verbesserungen über mehrere Krankheitsgruppen.
Einordnung: Die Arbeit zeigt erstmals in mehreren neurologischen Autoimmunerkrankungen, dass lentivirale In-vivo-Programmierung eine funktionelle und klinisch aktive B-Zell-Depletion erreichen kann. Damit rücken skalierbare CAR-T-Ansätze ohne individualisierte Zellproduktion näher an die klinische Anwendung.
5. Arlocabtagene autoleucel nach BCMA-Therapie beim multiplen Myelom
Quelle: Bristol Myers Squibb, Topline-Mitteilung vom 8. September 2026
Indikation/Ansatz: Stark vorbehandeltes, quadruple-class-exposed RRMM; autologes GPRC5D-CAR-T, einschließlich Patient:innen nach BCMA-gerichteter Therapie.
Evidenz: Registrierungsrelevante, offene, einarmige Phase-II-Studie, NCT06297226.
Ergebnisse: Laut Sponsor wurden der primäre ORR-Endpunkt sowie zentrale sekundäre Endpunkte zur Komplettremissionsrate erreicht. Numerische Ergebnisse, DOR, PFS, Follow-up und vollständige Sicherheitsdaten fehlen.
Einordnung: GPRC5D ist für die Post-BCMA-Sequenz biologisch attraktiv. Eine klinische Einordnung ist erst nach Präsentation oder Peer Review der vollständigen Daten möglich.
6. IL-15/IL-21-armierte GPC3-CAR-T beim Hepatoblastom
Quelle: New England Journal of Medicine
Indikation/Ansatz: Chemotherapieresistentes metastasiertes Hepatoblastom; GPC3-CAR-T mit konstitutiver IL-15- und IL-21-Expression.
Evidenz: Klinischer Einzelfall aus einer laufenden First-in-human Phase I, NCT04715191.
Ergebnisse: Nach zwei Infusionen kam es zur vollständigen Tumorregression, die bei Publikation mindestens zwölf Monate anhielt. Die Behandlung erfolgte ambulant; in der Zentrumsmeldung wurde keine relevante systemische Toxizität berichtet.
Einordnung: Die anhaltende Komplettremission spricht dafür, dass gemeinsames IL-15/IL-21-Armoring Persistenz und Aktivität von GPC3-CAR-T in einem bislang schwer zugänglichen pädiatrischen soliden Tumor entscheidend verstärken kann.
7. MPZL1 als neues CAR-T-Target für solide Tumoren
Quelle: Nature Communications
Indikation/Ansatz: Treiberunabhängige Suche nach amplifizierten Oberflächenproteinen; MPZL1-CAR-T für verschiedene solide Tumoren.
Evidenz: Peer-reviewte präklinische Originalarbeit mit Zell-, Tier- und patientenabgeleiteten Ex-vivo-Modellen.
Ergebnisse: MPZL1 war in einzelnen Tumorentitäten in bis zu 75 % der untersuchten Fälle amplifiziert, auf Tumorzellen stark und in Normalgewebe vergleichsweise gering exprimiert. CAR-T-Aktivität wurde unter anderem in HCC-, Brust-, Lungen-, Pankreas- und Glioblastommodellen gezeigt.
Einordnung: Der wesentliche Fortschritt ist die übertragbare Target-Discovery-Strategie: Genomische Amplifikationen werden systematisch nach therapeutisch nutzbaren Oberflächenantigenen durchsucht. MPZL1 verbindet breite Tumorabdeckung mit potenziell günstigem Expressionsfenster.
8. HER2-CAR plus ICAM1-Kostimulation gegen HER2-low-Tumoren
Quelle: Molecular Therapy Oncology
Indikation/Ansatz: HER2-positive und HER2-low solide Tumoren; HER2-CAR kombiniert mit dem ICAM1-spezifischen chimeren kostimulatorischen Rezeptor HMJ01.
Evidenz: Präklinische Originalarbeit mit Zelllinien, wiederholter Stimulation und Mausmodellen.
Ergebnisse: Die ICAM1-Kostimulation verstärkte insbesondere bei niedriger HER2-Dichte NF-kB-Aktivierung, Expansion und Zytotoxizität. Dual ausgestattete Zellen eliminierten HER2-low-Tumoren; bei HER2-negativen Zielzellen wurde eine TCR-abhängige klonale Expansion beobachtet.
Einordnung: Der Ansatz adressiert Antigenheterogenität ohne zweites vollständiges CAR: ICAM1 liefert kontextabhängige Kostimulation, während endogene TCR-Klone zusätzlich zur Tumorerkennung beitragen können. Diese funktionelle Kopplung unterscheidet das Konzept von klassischem Dual-Targeting.
9. Allogene CD133-CAR-T als Alternative beim Glioblastom
Quelle: International Journal of Cancer
Indikation/Ansatz: Glioblastom; Vergleich patienteneigener CD133-CAR-T-Zellen mit gesunden Spenderprodukten und Entwicklung TCR-defizienter allogener CD133-CAR-T.
Evidenz: Peer-reviewte präklinische Machbarkeitsstudie mit patientenabgeleiteten Zellen und orthotopen Xenograftmodellen.
Ergebnisse: Patientenabgeleitete CAR-T-Zellen wiesen vor Behandlung Erschöpfungsmerkmale und einen geringeren Überlebensvorteil im Modell auf. Durch TRAC-Knock-out erzeugte allogene CD133-CAR-T-Zellen zeigten zielgerichtete Zytotoxizität und eine mit gesunden autologen Produkten vergleichbare präklinische Wirksamkeit.
Einordnung: Die Arbeit verschiebt den Fokus bei GBM von Tumorantigen und Mikroumgebung auch auf die Ausgangsqualität der Patient:innen-T-Zellen. Ein gesundes, editierbares Spenderprodukt könnte diese krankheitsbedingte Funktionsschwäche umgehen.
10. IASO206: BCMA-CAR-T direkt im Patienten erzeugt
Quelle: IMS 2026, LBA-11; offizieller Sponsorbericht
Indikation/Ansatz: RRMM; lentivirale In-vivo-Generierung BCMA-spezifischer CAR-T-Zellen ohne Leukapherese, Ex-vivo-Herstellung oder Lymphodepletion.
Evidenz: First-in-human Phase I/IIT, n=10; Kongressabstract; noch keine Peer-Review-Publikation.
Ergebnisse: ORR und MRD-Negativität betrugen jeweils 90 %, drei Patient:innen erreichten eine sCR. Kein ICANS, keine DLT und kein therapiebedingter Todesfall; CRS maximal Grad 2. Zwei schwere Virusinfektionen bei Hypogammaglobulinämie wurden berichtet.
Einordnung: Der klinische Plattformnachweis markiert einen wichtigen Entwicklungsschritt: Funktionelle CAR-T-Zellen entstanden nach einer einzigen intravenösen Vektorgabe direkt im Patienten. Damit könnten Herstellungszeit, Logistik und Zugang zur Zelltherapie neu definiert werden.
11. CARTITUDE-2: Fünfjährige therapiefreie Remissionen mit Cilta-cel
Quelle: IMS 2026, PA-288; Janssen/J&J-Datenbericht
Indikation/Ansatz: Lenalidomid-refraktäres RRMM nach einer bis drei Vortherapien; Ciltacabtagene autoleucel ohne Erhaltungstherapie.
Evidenz: Phase II, CARTITUDE-2 Kohorte A, n=20; Langzeit-Follow-up als IMS-Abstract und Sponsorbericht.
Ergebnisse: Nach median 60,7 Monaten waren 10/20 Patient:innen lebend und progressionsfrei. Medianes PFS 60,5 Monate, Fünfjahres-OS 69,2 %. Neu berichtet wurden eine AML sowie zwei Todesfälle durch Progression beziehungsweise eine neue Krebserkrankung.
Einordnung: Die Daten stützen eine außergewöhnlich lange behandlungsfreie Krankheitskontrolle nach einmaliger Infusion. Besonders bemerkenswert ist, dass auch fünf Patient:innen mit Hochrisikozytogenetik zu den langfristig progressionsfreien Verläufen gehörten.
12. Equecabtagene autoleucel: große chinesische Real-World-Kohorte
Quelle: IMS 2026, OA-09; offizieller Datenbericht
Indikation/Ansatz: RRMM beziehungsweise Plasmazellneoplasien; in China verfügbares vollhumanes BCMA-CAR-T-Produkt Equecabtagene autoleucel.
Evidenz: Multizentrische Real-World-Analyse aus 65 Zentren, n=281; IMS-Abstract und Sponsorbericht.
Ergebnisse: Bei 267 auswertbaren Patient:innen: ORR 95,9 %, CR/sCR 77,2 % und MRD-Negativität 94,1 %. Nach median 10,97 Monaten lagen 12-Monats-PFS und -OS bei 71,5 % und 87,8 %. CRS Grad >=3: 3,8 %; ICANS: 6,8 %.
Einordnung: Die Daten bestätigen eine hohe Aktivität auch bei extramedullärer Erkrankung und Hochrisikozytogenetik. Besonders praxisrelevant ist die Verknüpfung des CAR-HEMATOTOX-Scores mit Wirksamkeit und Neuro-/Immuntoxizität.
13. BMS-986453: simultanes BCMA x GPRC5D-Targeting
Quelle: IMS 2026, OA-10; Kongressbericht
Indikation/Ansatz: Stark vorbehandeltes RRMM; autologes Tandem-CAR-Konstrukt gegen BCMA und GPRC5D.
Evidenz: Phase-I-Dosiseskalation und -expansion, NCT06153251, n=58; Kongressbericht.
Ergebnisse: ORR über alle Dosen 83 %; bei 75 beziehungsweise 150 Millionen Zellen zusammen 94 %, davon 71 % CR. Grad-3/4-Ereignisse bei 98 %, vor allem Neutropenie und Thrombozytopenie. Bei 300 Millionen Zellen trat ein CRS-bedingter Todesfall auf.
Einordnung: Konzeptionell überzeugend gegen Antigenverlust und klonale Heterogenität. Nutzen-Risiko-Verhältnis und optimale Dosis sind wegen Hämatotoxizität, GPRC5D-typischer Toxizität und Todesfall offen.
14. Cilta-cel: Cyclophosphamid verhindert verzögerte Neurotoxizität nicht
Quelle: IMS 2026, OA-41; Kongresszusammenfassung
Indikation/Ansatz: Cilta-cel-behandelte Patient:innen mit hoher postinfusioneller Lymphozytenexpansion; prophylaktisches Cyclophosphamid zur Vermeidung verzögerter Neurotoxizität.
Evidenz: Prospektive monozentrische Vergleichsanalyse mit historischen Kontrollgruppen; IMS-Abstract OA-41.
Ergebnisse: Verzögerte Neurotoxizität und Parkinsonismus unterschieden sich nicht wesentlich zwischen unbehandelten oder mit Dexamethason behandelten Vergleichskohorten. Auch die Expansionskinetik wurde nicht relevant verändert; beobachtete Parkinsonismusfälle waren überwiegend milder.
Einordnung: Ein einzelner lymphotoxischer Eingriff bei maximaler Expansion scheint die Spätneurotoxizität nicht zu verhindern. Damit rücken frühere, biomarkerbasierte und multimodale Präventionsstrategien stärker in den Vordergrund.
Quellenliste
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BAFF-R CAR T-cell therapy for relapsed or refractory B-cell lymphomas.
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2. Jin S, Liao Z, Yan S, et al.
A novel triple-knockout allogeneic BCMA CAR T-cell therapy (CT0590) for multiple myeloma: preclinical and phase 1 study.
Blood. 2026;148:1251-1262. https://doi.org/10.1182/blood.2025032112
3. Theprungsirikul P, Wang R, Chang SH, et al.
Real-World Efficacy and Safety of Standard-of-Care CAR T-Cell and Bispecific T-Cell Engager Therapies in RRMM.
Eur J Haematol. Online 1.09.2026. https://doi.org/10.1111/ejh.70304
4. Cheng YH, Shang K, Qin C, et al.
Lentiviral In Vivo CD19 CAR T-Cell Therapy in Neurologic Autoimmune Disorders.
N Engl J Med. 2026;395:926-929. https://doi.org/10.1056/NEJMc2603114
5. Bristol Myers Squibb.
Positive Topline Results from the Registrational Phase 2 QUINTESSENTIAL Trial of Arlocabtagene Autoleucel.
6. Steffin D, Courtney AN, Choe M, et al.
Complete Regression of Hepatoblastoma after Interleukin-15- and Interleukin-21-Coexpressing CAR T-Cell Therapy.
N Engl J Med. 2026;395:1029-1032. https://doi.org/10.1056/NEJMc2605958
7. Jimenez-Vazquez S, Berthel A, Patsis C, et al.
Cancer-driver-agnostic targeting of amplified surface proteins identifies MPZL1 for selective CAR-T cell therapy.
Nat Commun. 2026;17:9695. https://doi.org/10.1038/s41467-026-77465-5
8. Vedvyas Y, Yang Y, Mitra A, et al.
ICAM1-targeted costimulation extends HER2 CAR T cytotoxicity to HER2-low and HER2-negative tumors through synergy with TCR signaling.
Mol Ther Oncol. 2026;34:201307. https://doi.org/10.1016/j.omton.2026.201307
9. Salim SK, Shaikh MV, Wei J, et al.
Generation of Allogeneic CAR-T Circumvents Functional Deficits in Patient-Derived Autologous Product for Glioblastoma.
Int J Cancer. 2026;159:1521-1534. https://doi.org/10.1002/ijc.70509
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First-in-Human Clinical Proof-of-Concept of IASO206, an Intravenously Administered In Vivo BCMA CAR-T Therapy for RRMM.
IMS 2026; LBA-11. https://en.iasobio.com/phone/info.php?id=324
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Long-Term (>=5-Year) Remission and Survival With Ciltacabtagene Autoleucel: CARTITUDE-2 Cohort A.
12. Lu J, An G, Jin J, et al.
BCMA CAR T-Cell Therapy (Equecabtagene Autoleucel) in Chinese Clinical Practice: Real-World Evidence of 281 Patients.
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13. Hansen D, et al.
BMS-986453, a Dual-Targeting BCMA x GPRC5D Autologous CAR T-Cell Therapy in RRMM: Initial Phase I Results.
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14. Schaefers C, et al.
Mitigating cilta-cel-associated delayed neurotoxicity in patients with high lymphocyte expansion.
IMS 2026; OA-41. https://www.targetedonc.com/view/ims-2026-day-4-mrd-guided-regimens-real-world-car-t-data